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Welche Methode der Grünland-Verbesserungen wirkt am nachhaltigsten?

Was tun, wenn auf dem Grünland die Gemeine Rispe völlig überhand nimmt oder wenn sich nach Trockenschäden in den entstanden Lücken eine bunte Palette an Unkräutern breit gemacht hat?Nur Einsäen? Eventuell mit Schlitzsaat? Oder gleich ganz umbrechen und neu anlegen? Und welche Mischungen sind dazu passend?

Auch wir müssen uns auf einigen Grünlandflächen unseres Versuchsbetriebes eben diesen Herausforderungen und Fragen stellen und haben deshalb im Herbst in Zusammenarbeit mit der LK einen aufwändigen Versuch gestartet, bei dem wir verschiedene Verbesserungsmaßnahmen vergleichen wollen.

Die gesamte Versuchsfläche wurde bis auf eine kleine Vergleichsparzelle für alle Varianten generell mehrfach stark aufgestriegelt bzw. sogar aufgeeggt um mehr als ca. 50% offenen Boden zu erhalten. Die Grassoden und Pflanzenreste wurden danach sauber entfernt.

Die ausgestriegelten filzigen Pflanzenreste wurden geschwadert und abtransportiert. Unser alter Hamster hat seine Mühe mit dem Zeug!

 

Auf die so vorbereitete Fläche wurden dann vier verschiedene Saat-Technik-Varianten zur Verbesserung der Artenzusammensetzung angelegt:

I

Starkstriegel + Striegel-Einsaat

II

Starkstriegel + Schlitzsaatgerät

III

Scheibenegge + Drillsaat kombiniert

IV

Pflug + Kreiselegge + Drillsaat

 

 

Auch ein totaler Umbruch mit Pflug und Kreiselegge wird mit weniger aufwändigeren Methoden verglichen. 

Jede der vier Saat-Varianten wurde nochmals dreigeteilt und bei der Saat dann jeweils folgende Mischungen eingesetzt:

A

Nachsaatmischung NI + 2 kg Rotklee (Wiesentyp z.B.  Milonia)

B

Nachsaatmischung NATRO + 3 kg Luzerne (Luzelle)

C

Deckfrucht W-Gerste + NI + 2 kg Rotklee + 2kg Luzerne

Somit können wir im Frühjahr beginnend 12 verschieden geführte Bestände beobachten und natürlich auch exakt beernten und bewerten. Auch die jeweiligen Kosten der Varianten wollen wir vergleichen.

 
Sehr interessiert an dem Versuch sind auch die Fachberater der LK. Hier bei der gemeinsamen Besichtigung im Spätherbst.

Die feuchte Witterung im Herbst hat uns geholfen, dass alle Saaten gut angekeimt sind. Wir sind schon gespannt, wie stark und nachhaltig die Verbesserungen je nach Variante wirken und freuen uns darauf, Ihnen im Herbst über die ersten Ergebnisse berichten zu dürfen.

 

Hinweis:
Die aktuellen Berichte aller Versuche in Pyhra und auch von allen anderen Fachschulstandorten in NÖ finden Sie wie gewohnt unter versuche.lako.at!

Dipl.-HLFL-Ing. Johannes Bartmann, Pflanzenbaulehrer